Schlagwort: Nonsense

sauer eingelegt

sauer eingelegt

Ein ganz Großer ist gegangen, doch für die Trauer fehlen die Kirchen, und die Schande bleibt. Nun ist der Verbotsminister untot im Netz. Mit Super-Ironie schiebt ihn der Bote durch die Nadel auf die Geistergleise. Sauer eingelegt wird die Rückkehr des Geplagten verhindert, und die Wirklichkeit in Bruchstücken veröffentlicht. Zwar gibt es zum Schluss noch einmal Körper und Seele, doch jetzt ist Ebbe mit der Toleranz. Das Ganze war rationaler Irrsinn und eine ganz krumme Nummer. Der Verschollene soll künftig bloß kein Denkmal sein!

Denunzianten-Beichte

Denunzianten-Beichte

Als die Hochzeitsplanerin eine Mini-Drohne im Garten gefunden hatte war das Othello-Problem noch lange nicht gelöst, denn der König der Schweine zeichnete das bitterböse Bild der menschlichen Natur und Ampelmännchen ermahnten Fußgänger. Währenddessen übte sich der Polit-Transformer in Lokalpatriotismus der süßen Art, und die Mitteilsame und der Monsignore überzogen während ihrer Beichte beim Chauffeur den Tonsetzer im Metallrausch mit Blattgold. Davon unbeeindruckt mutierte der Starpianist Ivo Pogorelich zum Stahlarbeiter auf dem Klavier beim Prolog auf der Kö, und ein ruheloser Reigen der Traumtänzer zappelte an der Grenze der Belastbarkeit als wir noch jubelten. Allerdings hatte uns die moderne Prinzessin von Müll umhüllt für blöd verkauft. Das war dann das Ende der Verbindung zur Denunzianten-Hotline.

Wohlstandsquark

Wohlstandsquark

Seine Sätze schmerzen wie Peitschenhiebe beim Angriff aufs Zuckerkügelchen, doch seine Kritik an der englischen Küche ist unberechtigt. Schließlich gab es „Selters statt Sekt“ nach erfolgreicher Entenjagd. Dennoch: es gibt keine gemeinsame Linie zwischen Eisenfuß und Eisenherz. Ihre Tipps für die Tastenwäsche sind einfach märchenhaft und fast schon ein Hilferuf wie einst bei Al Capone. Ihr schwerster Job war ganz weit rechts beim Feldzug in den Wohlstand. Hier wurden weitere Zeltplätze gesucht für Jäger, Sammler, Schatzsucher, und die Dinosaurier forderten mehr Geld für Marihuana. Trotz Orient im Kopf war am Ende alles nur Quark mit Pose.

Rosskur

Rosskur

Wo aller Grusel seinen Anfang nahm wollte eine 86-Jährige als Geisterfahrerin Sport treiben und dabei Geschichte atmen. Sieben Rollen auf einen Streich zu spielen setzte sie jedoch unter Zugzwang in einer Atmosphäre der Angst. Vom Selbstzweifel erdrückt war ihr Tanzen gegen das Vergessen ein schwerer Kampf. Doch die Rosskur zeigt Wirkung: die Gefühle schlagen Salto, und als der Horst den Penny traf ging es oben ohne, unten ohne und Kopf über Wasser mit einem guten Gefühl in die Pause. Die Besten des Rests hadern derweil mit dem neuen Trinkertreff und demonstrieren beim Monstertreffen mit professioneller Maske.

exotisch

exotisch

Eine der letzten Legenden Hollywoods ist der teuerste Zweifler der Welt und ein Lokalpatriot mit Leidenschaft, jedoch der blanke Horror auf der Bühne. Mit dem Anwalt des Waldes geht er auf einen Absinth ins Nachtcafé, um die Lektionen der Wildnis zu lernen. Mit ihrer Leidenschaft fürs Basteln bewundern die beiden die Schönheit des Blütenstaubs als exotische Kunst auf der Wiese. Gefangen in der Zauberwelt sind die zwei Egozentriker unter sich ein gefundenes Fressen für Federträger. Am Ende aber bleibt für alle ein Löffelchen bittere Medizin.

Rechnung mit Unbekannten

Rechnung mit Unbekannten

Fummeltrinen und Ossi-Hitler tragen traumhafte Tutus und scharfe Rattenmasken in diesem Paradies mit Fehlern. Die Welt der Liebe in 40 Sprachen ist ein Raum für den Lichtgott Apoll und schön wie aus dem Bilderbuch. Es ist die pure Lust, locker zu sein, denn in der Ruhe liegt die Kraft bei einer Rechnung mit vielen Unbekannten. Aufmunterndes im Wertewandel ist bei dieser west-östlichen Bilderwanderung nicht zu erwarten. Der Weg ist das Ziel. So und nicht anders geht es zurück zu den Wurzeln vom Gefängnis in die Luxusvilla. Doch ohne blaue Flecken geht es nicht, denn „ein Schütze ist kein Schraubstock“.

Monster-Monopoly

Monster-Monopoly

Die Stadt mauert Schrottwohnungen zu, und die Wohnungsriesen spielen Monopoly. Der Mensch als Monster nutzt die Macht des Geldes für einen Rückfall in dunkle Zeiten. Es ist ein Jammer, dass die Geldmaschine wieder im Spiel ist und die Farbe des Aufschwungs wie Gift am Himmel verstreut. Das führt zu Nachtreten in höchsten Kreisen. Man mag sich nicht, aber man redet. Ein neuer Anlauf unter neuen Vorzeichen birgt allerdings ein hohes Unfallrisiko für Radfahrer, und in Berlin wird das Bargeld knapp. Die Macher aber waschen ihre Hände in Unschuld und bestellen Karten für den Gänseball.