Schlagwort: ganz normaler Wahnsinn

Rosskur

Rosskur

Wo aller Grusel seinen Anfang nahm wollte eine 86-Jährige als Geisterfahrerin Sport treiben und dabei Geschichte atmen. Sieben Rollen auf einen Streich zu spielen setzte sie jedoch unter Zugzwang in einer Atmosphäre der Angst. Vom Selbstzweifel erdrückt war ihr Tanzen gegen das Vergessen ein schwerer Kampf. Doch die Rosskur zeigt Wirkung: die Gefühle schlagen Salto, und als der Horst den Penny traf ging es oben ohne, unten ohne und Kopf über Wasser mit einem guten Gefühl in die Pause. Die Besten des Rests hadern derweil mit dem neuen Trinkertreff und demonstrieren beim Monstertreffen mit professioneller Maske.

Monster-Monopoly

Monster-Monopoly

Die Stadt mauert Schrottwohnungen zu, und die Wohnungsriesen spielen Monopoly. Der Mensch als Monster nutzt die Macht des Geldes für einen Rückfall in dunkle Zeiten. Es ist ein Jammer, dass die Geldmaschine wieder im Spiel ist und die Farbe des Aufschwungs wie Gift am Himmel verstreut. Das führt zu Nachtreten in höchsten Kreisen. Man mag sich nicht, aber man redet. Ein neuer Anlauf unter neuen Vorzeichen birgt allerdings ein hohes Unfallrisiko für Radfahrer, und in Berlin wird das Bargeld knapp. Die Macher aber waschen ihre Hände in Unschuld und bestellen Karten für den Gänseball.

Punktsieg für magische Worte

Punktsieg für magische Worte

Die Auszeichnung für ökologische Vordenker wird in diesem Jahr im Buchmeer mit Gemüseeintopf verliehen. Sie sind Meister, die vom Himmel fallen und als Kinder mit Museumspuschen in die Kita gingen. Drei magische Worte und mehr bei der Fantasy-Lesung mit Party im Kunsthaus und eine Zeitreise in „Käthes Waschküche“ sicherte ihnen einen klaren Punktsieg schon in Runde eins. Dies ist eine „Generation im Aufbruch“ zwischen Rebellion und Terror auf der Schwelle zum Paradies.

Sammlung des Grauens

Sammlung des Grauens

So kann es weitergehen mit dem Chaos an der Côte d´Azur, wo Frauen Kleidung für ihre Männer kaufen. Diese Ehe hält auch nach vierhundert Jahren. Die doppelte Frau veranstaltet einen Kochkurs für die flotte Küche und verkauft Einheitsbrei im Wagnerland. Da freut sich der Cowboy, der Koch greift bei Streit unter Brüdern zum Küchenmesser, und ein Feuerwehrmann zündet ein Wohnheim an. Die wollen nur spielen… . Doch es ist eine seltsame Vorstellung, der ganz normale Wahnsinn und ein Teil von Scotland Yards Sammlung des Grauens.

irgendwo im Nirgendwo

irgendwo im Nirgendwo

Mein erstes Mal war kein Job wie jeder andere. Ich hatte eine wertvolle Gabe, eine Antenne für die Außerirdischen. Übergeswapt begab ich mich so mit Stangen und Reizgas sowie Hallorenkugeln in den Klassenkampf. Ich führte ein Dasein im Schnelldurchlauf, war ein Außenseiter im Scheinwerferlicht, der bodenständige „Astronaut“ irgendwo im Nirgendwo und kam mit Kampf und Herz zum ersten Sieg. Es war zu schön um wahr zu sein: ein Unbekannter zerstörte Geldscheine. All das war rationaler Irrsinn, und indische Folklore tanzte in Spanien Flamenco.

Zwischen Gänsen und Geranien

Zwischen Gänsen und Geranien

Baustellen, Babys und der längste Laufsteg der Welt sind die Ursache für viele Verstöße auf den Straßen. Das Publikum bleibt neugierig, wenn der Vater mit den Söhnen mit Watt durch den Wald düst. Pack schlägt sich, Pack verträgt sich zwischen Gänsen und Geranien und ist mit allen Wassern gewaschen. Sie spielt oft die Hure und er schon mal Jesus. Beide sind seit 60 Jahren in Bewegung und unentwegt unterwegs mit Schlachtenbummlern zum Schlagabtausch am Abend der Sehnsucht im Ballett. Derweil besucht das 100-Millionen-Dollar-Team die Schule der Wikinger, und das ist eine mehr als gelungene Notlösung.

Rattentanz

Rattentanz

Das Engelchen hat Zeit, wenn Politik auf Wirklichkeit prallt. Deren flatternder Tanz als Ausdruck der Angst ist die einzige Reaktion auf die Empörung über Randale vor Asylheimen und den Nazi-Fan und sein Kellerarsenal. Ein Feuerball auf belebter Straße erregt ihre Gemüter eben so wenig wie ein Leben in Trümmern, Kröten, Schotter und Kohle im Münzkabinett oder Gift im Kleiderschrank. Einzig eine Ratte in gefährlicher Mission geht durch ein Wechselbad der Gefühle, und ein Wimpernschlag entscheidet über Milchpreise im Sturzflug. Immerhin: die USA geben Schmuggelgut zurück.

Flaschenpost

Flaschenpost

Aussteiger haben es schwer, wenn der Bratschist die Biene spielt. Die Rentner-Kings vom Rock´n ´Roll bevorzugen fetzige Musik auf der Pfarrwiese und Bergmannsgerichte im Schatten des Doppelbocks. Ein Domorganist bittet dagegen zum Wettstreit beim Ansommern im Herzen Spaniens. Der Kleine ist ein Großer. Er will die Sterne berühren, träumt mit einem Selbstportrait aus Eis den Traum vom ewigen Leben und fordert „Frauen auf den Zwanziger“. Immerhin, eine 110 Jahre alte Flaschenpost beweist: Jesus würde Car-Sharing mögen.

(wieder zuhause, und weiter geht´s mit Schlagzeilen aus dem deutschen Blätterwald:) Göttinnen der Graswurzelbewegung retten deutsche Kartoffel

(wieder zuhause, und weiter geht´s mit Schlagzeilen aus dem deutschen Blätterwald:) Göttinnen der Graswurzelbewegung retten deutsche Kartoffel

Millionäre wie Du und ich können sich alle Göttinnen in der Stadt der Liebe leisten. Wild und frei geben sie ihre Liebeserklärung an den Geldautomaten ab. „Ich weiß jetzt, wofür ich da bin.“ Nach der Graswurzelbewegung ertönt ein letztes Hurra der großen Gladiatoren beim Transgender-Spektakel der Scham & Ekel GmbH. Ihr Lebenslauf der Rübe führt zum Wundern übers Wunderkind und zu Gelächter im Dunkeln. Wenn jemand die deutsche Kartoffel rettet, dann sie.

Weg der Äkschn GmbH

Weg der Äkschn GmbH

Ein Punk-Professor erklärt die Welt zwischen „Telespargel“ und Bundestag. Demokratie ist Zeitverschwendung, denn die Koalition einigt sich auf nichts. Jede Krise birgt auch Chancen. Anstatt sich ängstlich auf Schlingerkurs zu bewegen sollte man die Politik bei den Hörnern packen und aus den Akten in die Welt hinausgehen. Der politische Vatermord erlebt sein rotes Wunder mit dem Übel von rechts, Übel von links und dem Aufstand der Unanständigen. Ein künftiger Präsident gibt Rätsel auf und was vom Diktator übrig blieb wird geadelt. Gemeinsam dicht halten scheint der richtige Weg für diese schmierige Nummer. Der Eiserne Thron steht in Berlin, und ein Team zerlegt sich selbst, denn der Landtag erhöht sich die Diäten. Immer laut und unter Dampf und in gesellschaftsverträglicher Fetischkleidung erzeugt die ÄKschn GmbH einen Sturm im Wasserglas. Es schlägt die Stunde der Musterschüler. Leise schleicht sich Politisches ins Bild, und es wäre zu schön, um wahr zu sein, wenn Krieg nur mit Erlaubnis vom Volk geführt werden könnte und die Sonne der Gerechtigkeit aufginge.