Kategorie: Leben

politische Schönkost

politische Schönkost

Herangeführt ans Böse feiern die Schläger im Kopf den Sieg der Sterne mit Rolle rückwärts, ohne Sprengstoff. Die Figuren wechseln von der Leinwand in den Raum. Der Zuschauer im Zeugenstand empfindet dies als politische Schönkost. Ihn interessiert weder das Sterben auf dem Mars, noch das rissige Land im Visier der Hetzer und Rassisten. Er hat lediglich große Sorge um den guten Ruf. Während dessen präsentieren sich voll fitte Füchse als die Retter des Vorabends beim stolzen Volk im Hohen Atlas. Schon kann man den Schrecken in Worte fassen, denn es heißt nächster Halt: Vorstadthölle und „Es waren 13 geile Jahre“.

tiefer Fall

tiefer Fall

Der tiefe Fall der Milliardärin belegt das Drama starker Frauen. Sie gab allein 27 Millionen für den Pizzabäcker aus. Das war lecker, aber nutzlos und sorgte nur für runde Hüften. „Weniger dick geht auch“ beschloss sie. Die Torten der Wahrheit waren zwar nicht zum Verzehr geeignet, sorgten jedoch für purzelnde Pfunde. Mit der Einstellung „sei gut zu Deinem Schnitzel“ ist es damit auch vorbei, denn die Kuh leidet, nicht der Bauer, und Fleisch und Ekel sind eins. Vollendete Gleichgültigkeit an der Oberfläche, das war gestern. Denken schadet nicht, und nun kommt ein Kaffee geflogen, denn manche mögen´s heiß.

Im Reich des Guten

Im Reich des Guten

Die Welt ist nicht schwarz-weiß, und wer nicht kämpft, hat schon verloren im Reich des Guten. Die Ferienpfarrer und die heimischen Helfer verhindern die Rückkehr eines Provokateurs und sorgen im Dauerfeuer ihrer Verfolger im Nacken für Frieden im Forst und unglaublich herzlich für Spätsommerträume und Himmelsglühen. Stürmische Zeiten sind Vergangenheit und Seufzen, Wimmern, Schreien vorbei. Nun ist alles so schön Shinto hier: indische Folklore tanzt in Spanien Flamenco und auf Wunsch wird auch gebügelt.

Abenteuerland

Abenteuerland

Der Atem der Geschichte ist alles andere als süß und pappig. Er ist ein eisiger Atem im Genick der Nachzügler. Das Tosen der Moleküle und die Wahrheit der Wäscheleine bereiten ihnen eine höllische Ankunft. Und der Stolz der Überlebenden ist ein Fall fürs Museum. Vandalen stoppen Rolltreppen, Unbekannter zerstört Geldscheine, Politiker zündet Fluss an, am grünen Gold klebt Blut, und der mächtigste Mann der Welt geht baden. Der Kronzeuge erinnert: „Mein Hund kann Hitler“ und „Dies war der letzte Ton aus meinem Horn“. Es geht ins Abenteuerland!

Heikel

Heikel

In einer anderen Zeit genießen lauter reizende Männer weniger Wein, aber tolle Aromen in ihrem Kurzurlaub gegen Dauerbelastung. Sie fühlen sich unter Beobachtung und mancher von ihnen hat Angstzustände durch bedrohliche Sprachnachrichten. Der Nervöse, der Ableser und der Wichtigtuer befinden sich dabei im Pariser Zwiespalt. Auf der einen Seite befürchten sie ein heikles Liebeskarussell, auf der anderen Seite bewegt sie was gegen Altersflecken hilft. Der Schwätzer, er will, er will, er will unbedingt freie Sicht aufs neue alte Schmuckstück! Der Lässige hilft dabei mit einem Geldstrom aus Monaco und 1000 Euro Führerschein-Zuschuss. Läuft doch! Die Firmen-Urgesteine fragen nur „Bist du echt?“, schauen tief ins Glas und bereiten den Neulingen ein herzliches Willkommen bei den Gepiercten.

Heimatabend

Heimatabend

Zwei Millionen Streuner wollten mal kurz den Meister geben und bekamen eins aufs Dach. Die Alleswisser wollten einen Heimatabend der etwas anderen Art präsentieren und Showtime als Befreiungsschlag im tiefen Wald inszenieren. Doch manchmal hilft es, einfach nur zu üben. Schließlich gab es nichts Neues aus der Gulaschkanone und „Pff“ machte die Pistole. Nur die fröhlichen Veganer waren zu Tränen gerührt. Sie hatten ein Herz für Kämpfer so lange das Huhn zuhause und die Exoten hinter Glas blieben, und Verbote für sexistische Werbung und Tabakreklame eingehalten wurden. Ein Kraftpaket voll Melancholie unter ihnen hatte das Gefühl gebraucht zu werden und irrte bergauf, treppab wie auf hoher See ratlos in der Wagenburg einher. Die Untersuchung des Schrittmaterials entlarvte ihn als noch so einen Bürgermeister des Blues, der sich am Ende noch eine Ohrfeige im Alleingang einfing. Schein und Sein sind eben zwei verschiedene Dinge, und lediglich einen Vogel haben hilft bisweilen nicht, denn die nächste Blamage wird die beste!

Aufruhr in der Schublade

Aufruhr in der Schublade

 

Schrei, Baby, schrei! Der Privatsekretär und sein Henker halten eine von Hass erfüllte Rede und fordern künstliche Intelligenz für alle. Sie machen uns die Welt, wie sie uns gefällt. „Die Zukunft gehört der intelligenten Verpackung“, doch wenn das Handy mehr sieht als das Auge, ist der aufrecht lesende Mensch nicht mehr gefragt. Fürchterlich dumme Roboter lassen zudem ahnen warum das persönliche Gespräch wichtig ist. Der digitale Zwilling hat nur die Fachkraft im Visier und will Fachidioten knacken. Nichtwissen ist Macht, doch wenn Blondinen benachteiligt werden deshalb, kommt es zu Aufruhr in der Schublade. Ein Lyriker auf Sonderwegen setzt dagegen auf die Magie des Puppenspiels und auf die Nussschalenkönige. Es regt sich Unmut im Reich der Jasager gegen das Credo jung, reich, Retorte, und manchmal hilft es, die Ruhe zu bewahren wo es am stärksten brennt.

So. Jetzt noch mal anders: wild, frei, tot sind Wolken aus Stahl im falschen Leben demnächst im Museum zu sehen.

Bierdeckel-Mythos

Bierdeckel-Mythos

Eine Tür geht auf. Das Wintermärchen kommt in die Babyklappe und die Symbolfigur der sexuellen Revolution organisiert einen Wettbewerb mit Wampe. Doch am Sonntag ruht die Freundschaft. Drei Mann in einer Hütte sind selber schuld, dass der Bierdeckel-Mythos um Genossen, Geschäfte, Geschütze, Geheimnisse und Lügen fortbestehen kann. Es lief doch ganz gut. Im Endlager für Steuergeld im Geheimlabor der Warentester herrschte zwar Angst vor den neuen Feldherren, die mit faulen Krediten Geld verdienen wollten, aber Musen, Miezen und Moneten blieben trotzdem besser für alle. Kulturelle Einfalt steigert den Gewinn. Hauptsache die Würstchen-Dividende stimmt, wenn das Eis bricht und das Herz rumpelt.

ein schwärmerischer Bürger

ein schwärmerischer Bürger

Ein schwärmerischer Bürger wollte sich immer wieder neu verlieren. Das Arbeitstier schrieb in der Wanne Geschichten über Menschen und Geister, über geplatzte und gelebte Träume. Die nannten ihn Ruinen-Robert, der in Trümmern als Symbol der Hoffnung ein Leben in der Geisterstadt erträglich machte. Doch nun möchte er schöner sterben mit Tschaikowsky. Not macht unternehmerisch. Willige Damen mit Helfersyndrom ermöglichen ihm dafür eine Peeling-Kur im Warmen. Doch jetzt geht´s um die Wurst. Mit leichtem Gepäck, Tränen im Rucksack und von allen guten Geistern verlassen bereitet er seinen Abschied auf Raten vor und begibt sich auf Tauchfahrt vor Australien.

eisige Liebe

eisige Liebe

Es liegt was in der Luft: Affe raubt Frau, und der Grubenhundzüchter zeigt den Sklaven an Bord wo die Liebe eisiger ist als der Tod. Der Sex kam durch die Hintertür in Amors Olymp, wo außer Spesen nichts gewesen war. Geht die Männlichkeit in Konkurs? Echte Schaumschläger und Frau Nacht als strahlende Verliererin machen der Generation Lamento vor wie man einander erträgt: eiskalte Liebe, Trance als Therapie und Schock mit Ansage fördern den Handlungstotalausfall. Die verwirrende Macht der Schönheit hat Angst vor dem Sarg-Gefühl und endet im Tempel mit Sonnenbrand.