Kategorie: Allgemein

auf Autopilot

auf Autopilot

Der bodenständige „Astronaut“ lebt sein Dasein im Schnelldurchlauf. Er lehnt Wandern statt Wedeln ab. Nach einem Millionenpreis für Billigflieger geht er furchtlos auf Zickzackkurs vom Sudhaus aufs grüne Sofa. „Bis hierher und nicht weiter“ konstatiert der Perfektionist. Er nutzt die heilende Kraft der Hände und beginnt sein Inselhopping mit Sonnengruß. Dabei sein ist alles. Schön auf Autopilot sitzt er nun ratlos in der Holzhütte und wartet auf die Auferstehung eines Dorfes. „Herrsche und style“ und „Wer nicht präsentiert, verliert“ ist seine Devise. Der Rest ist reine Trance.

 

Im Reich des Guten

Im Reich des Guten

Die Welt ist nicht schwarz-weiß, und wer nicht kämpft, hat schon verloren im Reich des Guten. Die Ferienpfarrer und die heimischen Helfer verhindern die Rückkehr eines Provokateurs und sorgen im Dauerfeuer ihrer Verfolger im Nacken für Frieden im Forst und unglaublich herzlich für Spätsommerträume und Himmelsglühen. Stürmische Zeiten sind Vergangenheit und Seufzen, Wimmern, Schreien vorbei. Nun ist alles so schön Shinto hier: indische Folklore tanzt in Spanien Flamenco und auf Wunsch wird auch gebügelt.

Mundhimmel geschlossen

Mundhimmel geschlossen

„Et kütt, wie et kütt“ sagt der entschärfte Reformator und löst einen Fischereistreit mit Sprengkraft aus. Er fängt die großen und die kleinen Fische und hält die Piraterie in Schach. Die Hexen von Hollywood begleiten ihn, tragen aber nur drei Finger breit Stoff. Nun ist der Mundhimmel wegen Skandal geschlossen, die Reise der Buntbarsche beendet, und die kleine Meerjungfrau leuchtet in der Innenstadt. Dieser unterbreitet der Regenwaldmörder ein Angebot, das sie nicht ablehnen kann. Es geht per Los ins Paradies, wo die Zinsen baden gehen, ein Käse verschwindet, sie ohne Flecken und Streifen den Tageswalzer tanzen kann und ein verfluchter Jugendwahn sein Ende nimmt

zeugungsvertrackt

zeugungsvertrackt

Es ist ein Traum für Familienväter und Taxisfahrer in Worthülsenhausen: auch Männer wollen die Hälfte des Familienhimmels, reiche und andere. Sie wollen nicht alles schlucken, sind fordernd, nicht verrückt, und träumen vom Stutzen der Erdbeerbutzen und von neuen Körpern. Es wäre zwar ein Job für Frühaufsteher, aber müde? Von wegen! Es ist zeugungsvertrackt und Zeit für eine Bändigung. Ein zweiter Anzug bleibt im Spind, und auf geht´s zur Schichtarbeit mit täglicher Stillarbeit im Stundenplan. „So, ihr Deppen…, bei uns gibt’s keine Burka für Heidi! Dies ist kein Job wie jeder andere, es geht um Mensch gegen Maschine.“ Nun sind sie endgültig übergeswapt.

Abenteuerland

Abenteuerland

Der Atem der Geschichte ist alles andere als süß und pappig. Er ist ein eisiger Atem im Genick der Nachzügler. Das Tosen der Moleküle und die Wahrheit der Wäscheleine bereiten ihnen eine höllische Ankunft. Und der Stolz der Überlebenden ist ein Fall fürs Museum. Vandalen stoppen Rolltreppen, Unbekannter zerstört Geldscheine, Politiker zündet Fluss an, am grünen Gold klebt Blut, und der mächtigste Mann der Welt geht baden. Der Kronzeuge erinnert: „Mein Hund kann Hitler“ und „Dies war der letzte Ton aus meinem Horn“. Es geht ins Abenteuerland!

Ahnungslos an der Austernbar

Ahnungslos an der Austernbar

Wo sonst nur die Stars hindürfen treffen sich zwei Autokraten, der falsche Prinz und Bruder Ahnungslos. Sie suchen Orte zum Plantschen und Abkühlen und eine neue Herausforderung. Es ist zu schön, um wahr zu sein: gestrandet an der Austernbar können sie endlich einen Teller mitgehen lassen. Das sorgt für neue Aufregung am Flughafen. Hier herrscht das große Misstrauen. Viele schnappen nach Wurstpelle wo sich die Schlinge zuzieht, und die Sache mit den Fremden verursacht Albträume von marschierenden Männern.

Klassenkampf

Klassenkampf

Mein erstes Mal im Klassenkampf gegen kultivierte Zwietracht war eine rasante Hatz auf zwei Rädern. Bloß weg dachte ich. Wenn das Volk aufwacht und mit Stangen und Reizgas einen Zickenkrieg und Zucker-Tanz entfacht ist es im Einsatz für die Schulgemeinschaft höchste Zeit für die Pille fürs Flusspferd. Nieder mit der guten Laune! Wir fordern tote Zonen im lebendigen Alltag, die richtige Dosis Ruine und eine Antenne für die Außerirdischen. Es lebe das Land und das Erbe des Visionärs!

 

Pull-Faktor im Nirgendwo

Pull-Faktor im Nirgendwo

Alte Bekannte wollen zurück aufs Spielfeld, denn göttlicher Pull-Faktor mit 26 PS ist ein großes Geschenk. Trainers Liebling hängt zwar im Pannenmodus, aber ist das selber schuld! Seine Wahrnehmung ist falsch eingestellt. In fremden Kreisen wird ihm auf den Zahn gefühlt. Er hat doch etwas zu verbergen. Nackte Ruhe, Liebesentzug und riskante Wendemanöver können das Scherbengericht nicht abwenden. Irgendwo im Nirgendwo steht ein Außenseiter im Scheinwerferlicht und kommt mit Kampf und Herz zum ersten Sieg. Jenseits des Jägerschnitzels, mit Hallorenkugeln und Training morgens und abends will der unsichtbare Mann heraus aus den Schatten von gestern und zweimal alles oder nichts. All das ist eine Charakterfrage, und so wird der nimmermüde Altmeister bereits eine lebende Legende mit 29.

Heikel

Heikel

In einer anderen Zeit genießen lauter reizende Männer weniger Wein, aber tolle Aromen in ihrem Kurzurlaub gegen Dauerbelastung. Sie fühlen sich unter Beobachtung und mancher von ihnen hat Angstzustände durch bedrohliche Sprachnachrichten. Der Nervöse, der Ableser und der Wichtigtuer befinden sich dabei im Pariser Zwiespalt. Auf der einen Seite befürchten sie ein heikles Liebeskarussell, auf der anderen Seite bewegt sie was gegen Altersflecken hilft. Der Schwätzer, er will, er will, er will unbedingt freie Sicht aufs neue alte Schmuckstück! Der Lässige hilft dabei mit einem Geldstrom aus Monaco und 1000 Euro Führerschein-Zuschuss. Läuft doch! Die Firmen-Urgesteine fragen nur „Bist du echt?“, schauen tief ins Glas und bereiten den Neulingen ein herzliches Willkommen bei den Gepiercten.

Aufruhr in der Schublade

Aufruhr in der Schublade

 

Schrei, Baby, schrei! Der Privatsekretär und sein Henker halten eine von Hass erfüllte Rede und fordern künstliche Intelligenz für alle. Sie machen uns die Welt, wie sie uns gefällt. „Die Zukunft gehört der intelligenten Verpackung“, doch wenn das Handy mehr sieht als das Auge, ist der aufrecht lesende Mensch nicht mehr gefragt. Fürchterlich dumme Roboter lassen zudem ahnen warum das persönliche Gespräch wichtig ist. Der digitale Zwilling hat nur die Fachkraft im Visier und will Fachidioten knacken. Nichtwissen ist Macht, doch wenn Blondinen benachteiligt werden deshalb, kommt es zu Aufruhr in der Schublade. Ein Lyriker auf Sonderwegen setzt dagegen auf die Magie des Puppenspiels und auf die Nussschalenkönige. Es regt sich Unmut im Reich der Jasager gegen das Credo jung, reich, Retorte, und manchmal hilft es, die Ruhe zu bewahren wo es am stärksten brennt.

So. Jetzt noch mal anders: wild, frei, tot sind Wolken aus Stahl im falschen Leben demnächst im Museum zu sehen.